Österreichisches Kulturforum Bratislava

  • eder-art-painting
    O.T., 2006
    60 x 80 cm
  • eder-art-painting-bratislava
    Ohne Titel, 2006
    60 x 80 cm
    Öl auf Leinwand
  • eder-painting-art
    Ohne Titel, 2006
    80 x 60 cm
    Öl auf Leinwand
  • yellow-eder-painting
    Ohne Titel, 2005
    70 x 50 cm
    Öl auf Mdf
  • österreichisches kulturforum-eder-painting
    Ausstellungsansicht, Österreichische Kulturforum Bratislava
  • eder-art-painting
    O.T., 2004
    60 x 80 cm
    Öl auf Leinwand
  • eder-art-painting
    O.T., Serie Duale Bildysteme, 2008
    70 x 50 cm
    Acryl auf Leinen / Karton
  • eder-painting-österreichische kulturforum bratislava
    O.T., 2006
    70 x 50 cm
    Acryl auf Leinen / Karton
  • österreichisches kulturforum bratislavea-eder-painting
    Ausstellungsansicht
  • eder-art-painting
    Ohne Titel, 2008
    50 x70 cm
    Öl auf Mdf
  • österreichisches kulturforum-bratislava-eder-painting
    Ausstellungsansicht
    Österreichisches Kulturforum Bratislava, Christian Eder

Pressetext, Österreichisches Kulturforum Bratislava

zur Ausstellung von Christian Eder

Eröffnung 7.3. 06

In seinen neuesten Arbeiten stellt der 1964 in Bregenz geborene und seit 1999 in Wien lebende Künstler präzise ausgeführte, geometrische Farbflächen und Balkenkonstruktionen mittig ausgerichtet auf einer weißen Leinwand gegenüber.

Die Platzierung der querformatigen Farbfläche auf einer hochformatigen weißen Leinwand spielt nicht
nur mit dem Raumempfinden des Betrachters sondern wirft darüber hinaus die Frage nach den
Grenzen des Tafelbildes auf.

Christian Eder knüpft damit an die im letzten Jahr in der Galerie A4 in Feldkirch präsentierten Werke an,
in welchen sie bereits Tendenzen zu einer weiteren Reduktion hin zur Fläche feststellen ließen.
Die jüngsten Arbeiten machen die Bildkomposition als das Ergebnis eines durchdachtes, kalkuliertes
Vorgehen und Austarierens verschiedener Farbflächen offenbar.
Rechteckige Farbflächen treffen auf streng vertikal und horizontal gezogene Linien, entmaterialisiert
wirkendes Grau auf leuchtende Gelbtöne. Aber eben in Austausch mit diesem spezifischen Grau entwickelt die Farbe ihre besondere Leuchtkraft.

Die Wechselwirkung der einmal getrennt als Fragment und dann wieder gemeinsam als übergeordnetes
Ganzes wahrnehmbarer Farbanordnungen interessiert Christian Eder besonders.
Die innere Ausgewogenheit bzw. Gewichtung der Flächen, das proportionale Verhältnis zueinander als
auch die daraus erwachsende gegenseitige Spannung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Werke
könnten auch als zwei getrennte Arbeiten gesehen werden, wären sie nicht symmetrisch nebeneinander
angeordnet. Die streng gezogene Abgrenzung zwischen zwei Farbflächen wird einmal zur Verbindung,
dann wieder zur Trennlinie. Gerade daraus resultiert ihre Spannung.

Die Werke verbinden in sich Gleichgewicht, Stille, Ordnung und lassen eine gewisse Nähe zu den Gestaltungs­
und Ordnungsprinzipien der mittelalterlichen Tafelmalerei gewahr werden. Dies ist auch insofern von Belang, als sich Christian Eder von 1999 bis 2001 ausführlich mit der Malerei der Spätgotik u.a. im Rahmen seiner Tätigkeit in der Österreichischen Galerie Belvedere auseinandergesetzt hat.

Die Malerei von Christian Eder kann, wenn man von der Leinwand als autonomer Bildträger einmal absieht durch ihr umgebendes Weiß auch als integraler Bestandteil der umgebenden Architektur gesehen werden. Die Malerei wirkt dann wie ein Fenster oder eine Öffnung nach Außen oder Innen, je nach Betrachtungsweise. 

Gerade in dieser asketischen, durchdachten Annäherung an die Farbe eröffnet sich für Christian Eder
die Vielfalt der Ölmalerei.

Christian Eder, geboren 1964 in Bregenz, Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs,
Studium der Pädagogik, Kunstgeschichte und Psychologie in Innsbruck und Wien , Studienreisen nach
Guatemala und Mexiko, London­Stipendiat, Atelieraufenthalt Berlin. Werke in öffentlichen und privaten
Sammlungen, Ausstellungen zuletzt : Galerie Ariadne. Galerie A4, Feldkirch, AKH Wien,

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