Lineaturen, Malerei, Christian Eder, Galerie Leonhard, Graz

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    Ausstellungsansicht, 2014
  • abstraktion-farbe-eder
    Ohne Titel, 2014
    80 x 80 cm
    Acryl auf Leinwand
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    Ohne Titel, 2014
    80 x 80 cm
    Acryl auf Leinwand
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    Ohne Titel, 2014
    80 x 80 cm
    Acryl auf Leinwand

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Lineaturen- Malerei in Farbe und Licht, Christian Eder, Galerie  Leonhard, Graz

Ausstellungseröffnung Donnerstag, den 9. Jänner 2014, 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer 10.1. - 8. 2. 2014

Die neuen Arbeiten aus der Werkserie der Lineaturen sind Versuchsanordnungen über die Wirkungsweise von Farbe als auch über die Grundbedingungen des Sehens -die Interaktion von Lineaturen, Farbe und Flächen.

Ein filigranes, aus Über- und Unterschneidungen konzipiertes Linienssytem wirkt einmal als begrenzendes, dann wieder erweiterndes Koordinatensystem entlang welchem sich die Farbe in der Malerei von Christian Eder in verschiedenen Richtungen auszudehnen vermag.

Bildkonstituierend treten diese Linienformationen immer wieder als serielle Struktur und spannungsgebender Gegensatz zwischen Rechteck, Quadrat, Kreis- oder Ovalform in das Zentrum des Geschehens. Sie erfüllen jedoch nur scheinbar und vordergründig die Funktion einer Orientierungshilfe, erzeugen weder eine innerbildliche Stabilität noch eine hierarchische Gliederung. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel einer spezifischen, vereinheitlichenden Struktur aus Horizontalen, Vertikalen, Diagonalen und Biegungen, welche das Bild einmal zerschneiden, dann wieder gliedern und ausdehnen. Das Betrachterauge wird angezogen um dann wieder ins Nichts hinaus katapultiert zu werden.

Die Leuchtkraft der exakt ausgeführten Farbspuren resultiert aus dem wiederholten, in mehreren Schichten ausgeführten Farbauftrag als auch aus dem Kräftemessen, welche sich diese mit dem spezifischen Schwarz und Grau des Bildhintergrundes liefern und welches die Farbe erst in Bewegung versetzt.

Gerade durch die Einfachheit, Klarheit und Regelmäßigkeit des Systems tritt dieses in ein spannungsvolles Verhältnis zu den je nach Standpunkt des Betrachters und nach Licht wechselnden Erscheinungen des Helldunkels im Bildgrund.

Das am Horizontale und Vertikal gewohnte Betrachterauge erfährt von Fall zu Fall durch Unterbrechungen, Verschiebungen, Richtungswechsel und Diagonalisierung von Linienverläufen eine Desorientierung und Beunruhigung, welche das Bildgefüge kippen lässt. Das Bild wird als nach allen Seiten offen System -als Teil eines möglichengrößeren Ganzen dargestellt. Die Farbe beginnt zu oszilieren.

Abstraktion und sinnliche Geometrie: Ein Wechselspiel zwischen Farbe, Form und Linie.

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