Christian Eder, Galerie Leonhard, Graz

Ausstellung Galerie Leonhard, Graz, 2011

Christians Eders Malerei ist und bleibt konsquent an die Fläche des Bildträgers gebunden. Der Künstler fingiert keinen außerbildlichen Raum, integriert keine naturalistische Tiefenillusion, sondern konstruiert mit rein bildimmanenten Mitteln vielschichtige und komplexe Werke.Die tiefgehende Auseinandersetzung mit visueller Wahrnehmung ist im Bereich der konkreten Kunst ein wichtiges Moment. Mathematisch-geometrische Überlegungen generieren flächig-färbige Bildelemente. Zum Verständnis der Tafelbilder wie auch der dreidimensionalen "Oval-formationen" spielt die Aktivität und das Zutun des Betrachters eine wesentliche Rolle.

Christian Eder schafft in den Techniken der Öl- und Acrylmalerei Raster uns parallel angeordnete Liniensysteme, die sich hauptsächlich vertikal, horizontal und diagonal konstituieren. Der Arbeitsprozess lässt Freiräume für Spontanität, sodass unvermittelte Ideen, Enscheidungen  in die Komposition einfließen können. Skizzen und Zeichnungen entstehen zwar immer auch als Überlegungen und vorbereitende Schritte vorab oder auch parallel zum Malprozess.
Christian Eders Raster-und Gitterstrukturen, die er selbst als Koordinationssysteme definiert, dienen in erster Linie dazu, den Bildraum zu beschreiben und geometrisch wie auch farblich zusammenzuhalten. Einerseits verdichtend, um einer gewissen Komplexität Rechnung zu tragen, andererseits auch, um die Ausgangsidee der Bildfindung nicht aus den Augen zu verlieren.
Grundsätzliche Prozesse des Sehens und der Wahrnehmung von Farbe sind Eders maßgebliche Parameter. Bewusstsein für Fläche, Raum und Bewegung wird sensibilisiert.

 

 

>>zurück zur Startseite

>>Einzel- und Gruppenausstellungen C. Eder